Kleines Kettenkraftrad HK 101 (Sd.Kfz. 2)
Das kleine Kettenkraftrad HK 101, meist nur "Kettenkrad" genannt, war die kleinste in der Reihe der Halbkettenfahrzeuge der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Es wurde von 1940 bis 1948/49 gebaut.
Insgesamt wurden während des Krieges rund 8.800 Stück gebaut. Davon rund 7.500 Stück bei den NSU Motorenwerken in Neckarsulm und rund 1.300 Stück in Lizenz bei Stoewer in Stettin. Dazu kommen noch 550 Stück aus der Produktion bei NSU nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Auftrag der Alliierten für zivile Zwecke.
Da NSU Ende der 1930er Jahre eine reine Motorradfabrik war, stand kein eigener geeigneter Antriebsmotor zur Verfügung. Daher wurde der damals hochmoderne OPEL Olympia 1,5 l OHV PKW Motor eingebaut.




Technische Daten
Motor (OPEL, Olympia 1,5 l)
Leistung
Hubraum
Kühlungsart
36 PS (26 kW)
1.478 cm³
Wassergekühlt
Antrieb
Anzahl Gänge
Geländegang
Antrieb
V_max Strasse
V_max Wasser
6 (2 x 3)
Nein
Über die Kette. Treibrad vorn
70 km/h
Kraftstoff
Kraftstoffart
Kapazität
Verbrauch Strasse
Verbrauch Wasser
Benzin
2 Tanks à 21 Liter
16 l / 100 km
22 l / 100 km
Gewicht, Masse
Leergewicht
Gesamtgewicht
Länge
Breite
1.235 kg (ohne Fahrer)
1.560 kg
3.000 mm
1.000 mm
1.200 mm
Das Kettenkrad als leichtes Kettenfahrzeug ist extrem geländegängig. Durch die geringe Breite von nur 1 m kann es auch durch dichten Wald und enge Wege fahren.
Das Kettenkrad ist sehr aufwändig in der Wartung. Jedes Kettenglied der insgesamt 80 Kettenglieder muss einzeln abgeschmiert werden.